Künstliche Intelligenz : schon mal einen Anlauf genommen ?

Begonnen von picass, 01.06.2025, 09:33:07 CEST

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picass

Bin sicher, dass jeder von uns mindestens mit dem Gedanken gespielt hatte, zu versuchen, das Gestrampel um die Erstellung eines Programm-Codes mal einer KI zu überlassen. Das soll ja sogar fürs Assemblieren funktionieren. Wäre doch "nett", wenn es auf diesem Gebiet mal Erfahrungen gäbe. Wie ist euer Interesse, rsp. die Bereitschaft dazu?
Grüße, picass

^Cobra

Ich grabe das mal raus: 

Ich habe bereits berichtet das ich ein kleine Tool mit Hilfe von KI erstellen konnte, in einer Programmierumgebung die ich nicht mal kannte. 
Auch habe ich nun mal versucht "einfache" Sachen Testweise mir von der KI liefern zu lassen. Das klappt soweit auch gut, solange man genau schreibt was man will oder was nicht funktioniert.
Ich habe die Tage versucht ein Programm auf mein PC zu installieren, welches vorher compiliert werden musste. Da der Code eig. für Linux Systeme war, war dies sehr aufwendig. Letz endlich habe ich mit KI, den ganzen Tag probiert, bis ich dann doch auf gegeben habe. Die KI hat immer wieder gesagt " Lass uns das jetzt sauber anfangen" und dann hieß es wieder alles von neu, bis es irgendwo hakte aber der richtige Grund konnte die KI nicht finden und ich schonmal garnicht :D

Ich glaube die KI kann eine gute Hilfe sein, man muss aber trotzdem halb wegs verstehen was man macht. Ansonsten kann man Glück haben ( mein "Tool ohne richtig Ahnung zu haben) oder eben Pech ( das Compilieren hat bis zum Schluss nicht funktioniert).




picass

Mist !
Hatte gehofft, dass nun endlich die Einfachheit Einzug halten würde.
Dann hätte ich jetzt zwei Gründe auf KI sauer zu sein: einmal deine unguten Erfahrungen und dann, weil - wie in anderem Fred berichtet - der Bau und Betrieb dieser Ki-Fabriken den Markt für RAM-Speicher völlig verdirbt: Inzwischen Preissteigerung bis 500 % !
Grüße, picass

picass

Zitat von: ^Cobra in 25.11.2025, 14:26:59 CETDie KI hat immer wieder gesagt " Lass uns das jetzt sauber anfangen" und dann hieß es wieder alles von neu,..............

Jetzt hab' ichs auch getan, meinen ersten Versuch mit KI-Programmerstellung. Da sollte "nur" der Text "hello" auf ein einfaches LCD-Display geschrieben werden, allerdings halt in Assembler. Das führte zu einer never-ending-story, die ich irgendwann abgebrochen habe, indem ich der KI untersagte, weitere Verbesserungen vorzunehmen. Voll irre.....
Ich werde wohl Tage brauchen, um mich durch die Aufzeichnungen für dieses Progamm durch zu wühlen.

Grüße, picass


picass

#4
Das Wühlen hat begonnen, zunächst mit Aufräumen. Die Ki stellte gleich anfangs fest, dass sie nicht in der Lage wäre, alles in einem Programm unterzubringen. Also schlug sie Häppchen vor. Zuerst war von 5 Haupt-Happen die Rede. Aber dann wurde der Happen Nr. 4 nochmal in 4 Unterhappten aufgeteilt. Und dann wurde behauptet: alles "einfach" zusammenfügen und dann wäre das lauffähig. Das aber sofort vergessen, weil..... führt jetzt zu weit. Bei so vieeeeeelen Fehler kann man sich nicht an jedem festbeißen.
Nun habe ich zusammen gefügt und was dabei rum kam, ist in der angefügten Datei "kilcd1.asm" zu sehen. Die ist halt nach  Debbing-Läufen der MPLAB X IDE vers. 5.20 entstanden. Und - is klar - dabei wurde "der eine und - ja - auch noch der andere Fehler" ausgeworfen. Die paar wenigen Fehler habe ich in der Datei "fehlerliste1" aufgeführt.

Und gettz......Für gestern und heute habe ich dem Auswurf der KI genug Stunden geopfert. Morgen geht es weiter mit dem Versuch, etwas Ordnung in das Programm zu bringen und wenigstens einige Fehler selbst zu korrigieren. Danach wende ich mich wieder an die KI.
Vielleicht...... mag ja der eine oder andere einen Blick in die Fehlerliste werfen. Da sind überwiegend und wiederholt Fehler-Typen genannt, mit denen ich nichts anfangen kann. Möglicherweise reicht ein Hinweis grundsätzlicher Art, um gleich mit dem Großteil der Fehler aufräumen zu können.

Man kann und muss sich fragen, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt und es nicht besser ist, auf klassische Programm-Handarbeit zu setzen. Aber dies ist mein erster Versuch, mit der KI etwas auf die Beine zu stellen und für den Fall, dass das klappen sollte, wäre ja Hoffnung auf mehr. Jedenfalls möchte ich versuchen, diesen Versuch durch zu halten und bis zum positiven Ende zu kommen.
Sicher ist, dass die KI mit dem verwendeten Assembler nur wenig anfangen kann. Sie konnte nicht mal Label im Programm mit einem "Doppelpunkt" setzen und die Definition von Variablen scheint auch wenig gelungen. Zudem bewirkte das Aufteilen auf 8 einzelne Happen eine rechte  Konfusion.
Wie wärs? Ein Tipp auf Grundsätzliches im Fehler-Text?
Grüße, picass
copy2.7z

vloki

#5
Zitat von: picass in 29.06.2026, 19:04:38 CESTMöglicherweise reicht ein Hinweis grundsätzlicher Art, um gleich mit dem Großteil der Fehler aufräumen zu können.

Du darfst den Header nicht mehrmals in einer Datei includieren. Sonst wird mehrmals der Inhalt der .inc Datei in deine .asm kopiert, bevor der Assembler drüber rennt. Der sieht dann natürlich alles doppelt/mehrfach.

Sollte eigentlich von den Includeguards verhindert werden, scheint aber irgendwie nicht zu funktionieren.
(habe kein MPASM mehr, kann ich nicht nachschauen)

Wenn du alles in eine einzige Datei zusammen schmeißt, dann musst du natürlich das ganze GLOBAL und EXTERN Geraffel aufräumen.
MPLABX  XC8  KiCad FreeCAD Qt

picass

#6
Zitat von: vloki in 30.06.2026, 08:47:45 CESTWenn du alles in eine einzige Datei zusammen schmeißt, dann .....................
Da sagst du was. Leider hatte - wie beschrieben - ChatGPT in der kostenlosen Variante sein Wissen nur in Happen preisgegeben. Das gestrige Zusammenfügen war ein aller erster Anlauf, der dennoch viel Zeit verschlang, denn die "Häppchen" füllten 31 Din-A-4-Seiten.
Sofort geht leider nicht, aber ab heute Mittag gehe ich an den zweiten Sortierungslauf. Und dann muss ich bildungsmäßig erst wieder nachlegen, rsp. Grundlagenarbeit betreiben, auch und gerade wegen des von dir genannten Geraffels.

An dieser Stelle wiederhole ich, dass mir dieses Gestrampel den Versuch wert ist, obwohl ich ein weitestgehend funktionierendes Prog zur LCD-Anzeige irgendwo im Archiv habe. Aber ich möchte rausfinden, rsp. lernen, wie man mit der KI umgehen muss, um zu Ergebnissen zu kommen.
Grüße, picass




vloki

#7
Ich habe mich bisher selber praktisch NULL mit den ki Tools beschäftigt,
kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ChatGPT die Aufräumarbeiten problemlos
für dich erledigt, wenn du da die neue (zusammenkopierte) Datei rein wirfst.
MPLABX  XC8  KiCad FreeCAD Qt

vloki

#8
Warum hast du denn eigentlich alles in eine Datei kopiert?
ChatGPT hat vermutlich gemeint, das alles in einem Projekt zusammengefügt werden muss.

Wie schon erwähnt, habe ich leider keine Installation der alten Versionen vom
Assembler, sonst würde ich das mal machen ;-)

Evtl. finde ich irgendwo ein altes Projekt, an dem man es sehen kann...
MPLABX  XC8  KiCad FreeCAD Qt

picass

Zitat von: vloki in 30.06.2026, 12:45:21 CESTWarum hast du denn eigentlich alles in eine Datei kopiert?
Naja....., zumindest die eher einfachen Assembler-Programme bestehen ja nur aus einer einzigen Datei: der mit der Endung ".asm". Natürlich hatte ich ein neues Projekt eröffnet. Tatsächlich gibt es noch eine zweite Datei, die "lcd.inc", welche abgetrennt wurde und nun einzeln im Projekt-Ordner liegt.


Nach dem ersten Zusammenfügen und Ausmisten von Unnötigem hat das ASM-File noch zwei Überarbeitungen hinter sich. Dabei wurden u.a. alle EXTERN- und GLOBAL-Verweise schlicht außer Betrieb genommen und halt sowohl formal als auch teils inhaltlich gekürzt. Die beim Debugging angezeigten Fehler konnten so auf 3 reduziert werden. Jetzt noch die vielen Kommentare zusammen dampfen und mit der Version gibts dann die nächste Runde bei ChatGPT, wahrscheinlich aber erst ab heute Nachmittag. Erst wird noch eine neue Platine bestückt und ein paar Basics aus meinem vorhandenen und funktionierenden Prog im Archiv studiert.
Grüße, picass


picass

Ganz so schnell schossen weder die Preußen noch die KI heute....., habe erst mit Fleiß eine meiner Lieblings-Platinen - der Nachbau der Microchip "PICkit Low Pin Count Demo"-Platine - ausgewählt, bestückt und geprüft und mit einer LCD-Anzeige versehen. Dann noch wie angekündigt die .ASM-Datei nochmalst entrümpelt, damit die KI nicht von den vielen Kommentaren verwirrt wird, dann noch andere, benötigte Dateien vor- rsp. aufbereitet und morgen, Donnerstag, gegen 10 Uhr darf dann die KI ran. Melde mich anschließend.
Grüße, picass
lcd-anzeige.jpg
lcd-anzeige.jpg

vloki

Zitat von: picass in 01.07.2026, 18:45:28 CEST"PICkit Low Pin Count Demo"-Platine

Die Idee, die Demoprojekte für die LPCD Platine mit einem LCD Beispiel zu erweitern ist mir gestern auch gekommen ;-)
MPLABX  XC8  KiCad FreeCAD Qt

Ottmar

Die Präprozessorcodes GLOBAL, EXTERN machen deutlich, dass hierunter bezeichnete Subs in gesonderten möglichst universell verwendbaren Dateien befinden (sog. reloccatable code).
Das ist der AI zu Gute zu halten.

LCD.INC ist das beste Beispiel dafür. Warum solche, oder  Matheroutinen u.a. jeweils einzeln in das ASM- File einfügen, wenn das der ASM-Compiler automatisch erledigt?

Es schafft Übersicht, wenn fertige Programmteile ebenfalls in INC-files ausgelagert werden.

Insofern kann man der AI es vielleicht nicht verübeln dieses Prinzip zu verfolgen.

Dazu hatte ich mich unter
https://www.pic-microcontroller.de/mikrocontroller/relocatable-code-hier-verwndung-gleicher-label-in-verschiedenen-asm_files/msg3280/#msg3280

ein wenig eingearbeitet.
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picass

@Ottmar : aus nachbezeichneten Gründen nehme ich erst später zu deinen Beitrag Stellung,denn.....
..........die Schlacht ist noch längst nicht geschlagen, die Welle tosen hoch und es ist nicht sicher, dass jeder Teilnehmer überlebt. Macht euch auf einen Bericht über 3 Din-A-4-Seiten gefasst. Aber jetzt  muss ich die Zeit  nutzen, um im Tosen die Richtung halten und vielleicht gar das Ziel erreichen zu können.
Grüße, picass

picass

Nein, nicht die 3 Seiten, sondern aus Zeitgründen nur eine kurze Zwischenmeldung: Das Schiff ist der stürmischen See entronnen und unmittelbar vor dem Einlaufen in den sicheren Hafen. Die erste, stabile und klar lesbare Anzeige ist sei 15 min validiert. Der Weg dahin....., heute nicht mehr. Nur noch dieses: so'ne LCD-Anzeige am PIC unter Assembler ist Raketentechnik, leider nicht vom Feinsten, sondern voll ganz übler Tücken.
Grüße, picass

Ottmar


Ottmar

Indem es noch gerade interessiert, habe ich mal die Duck AI etwas zur Brust genommen,wobei ich bereits meine Experiment zum Thema vorangetrieben hatte. Das begann so:

Benutzereingabe 1 von 10 - 30.6.2026, 22:39:37:
problem: ich will die kapazität eines kondensators C>1nF bestimmen.  Verwendet wird ein pic16f628A. Welche Messmethoden wären hierzu verwendbar?

In einem netten Fragen und Antwortspiel hat die AI die Möglickeiten dargestellt. Ich wurde auf Grund meines Vowissens nicht entäuscht

Letzlich haben wir dann noch das Timer-Gatemodul des PIC16F1827 erfolgreich hinsichtlich seiner Verwenbarkeit zur C-Messung besprochen.

Fazit: Mit Fachwissen und mehr als nur etwas Ahnung kann man mit einer AI durchaus Brauchbares erreichen :-).

Hier noch eien Leseprobe:
Benutzereingabe 6 von 10 - 1.7.2026, 00:02:06:
ich habe beim pic16F1827 nachgeschaut. Dessen 16bit-Timer1 hat Gate-Eigenschaft und kann direkt mit fosc=32MHz als Zählfrequenz betrieben werden. Prescaler 1:1....1:8 ist für Timer 1 vorhanden. durch automatisches Umschaltem durch Auswertung des Timer1 overflowflags könnte dann durch die Anpassung des Prescalers der Messbereich auch an größere Kondensatoren angepasst werden.

GPT-5.4 nano:
Ja, das ist ein sehr guter Ansatz: Mit Timer1 und ,,overflows + Prescaler wechseln" kannst du einen Messbereich abdecken, ohne dass du bei kleinen \(C\) in zu kurze Zeiten und bei großen \(C\) in zu lange Zeiten läufst.

Worauf du dabei achten solltest:
- **Wie schaltest du den Prescaler?**

....und so weiter.

picass

#17
Kurz zum Einwurf von Ottmar: Nein, nicht die ,,erste" Erfahrung. Habe in meinem Regal vier Stück funktionsfähige Schaltungen mit LCD-Anzeigen rum liegen, zwei davon mit Rasperry Pi Pico. Null Erfahrung hatte ich aber bislang im Umgang mit KI und da stand endlich der Versuch eines Einstiegs an. Welches Projekt/ µC-technische Prob wählt man für diesen Versuch aus? Wie du, Ottmar, auch formuliertes: sicher eines, in welchem man zumindest ein gewisses Maß an Kenntnis hat. Aber ja: im praktischen Einsatz hatte ich LCD-Anzeigen bislang nicht. Alle meine in den letzten Jahren erstellten Fertig-Produkte verfügten über LED-Anzeigen. Was aber auch sinnvoll war, z.B. die Anzeigen für Öl- und Dieselpartikelfilter-Temp in meinem Kfz. Diese Anzeigen ließen sich nur tief unten am Armaturenbrett befestigen. Eine LCD-Anzeige wäre dort ganz, ganz schlecht ablesbar. Ein Blick zum Enträtseln der optisch wenig auffälligen Schrift wäre hochgefährlich, weil viel zu lange vom Blick auf die Fahrbahn ablenkend. Die signalfarben-rote, helle und große LED-Anzeige ist dagegen ratz-fatz erfasst. Jetzt aber zur KI-Erfahrung.

Wie erwähnt wurde es ein langes und zähes Ringen. Von einigen Zwischenlösungen noch abgesehen wurden 22 neue, aufeinander aufbauende Projekte im MPLAB X erstellt. Gestern am frühen Abend war der Enderfolg eingefahren: das LCD zeigt das, was es sollte und das auch endlich mit klarer Schrift. All die vielen Stolperstellen (SS), Fehler und Ungereimtheiten aufzuzählen, ist nicht Sinn der Sache. Aber einige dicke SS schon.

So war bereits der Start vollständig verunglückt, weil die KI meinte, sie müsse die diversen Hauptbestandteile des Progs in 5 einzelne Progs zergliedern. Kurz drauf wurden es gar 8. Eine Begründung dafür blieb aus und ist im Nachhinein auch nicht ersichtlich. Und so kam es, wie es kommen musste: sowohl der Protagonist als insbesondere die KI selbst hatten größte Mühe, da einen Überblick zu erhalten. Das Zusammenfügen zu einem Prog mit der einzigen Ausnahme der Ausgliederung der ,,lcd.inc" verschlang völlig unnötig viel Zeit und Energien.

Eine weitere SS ergab sich kurz drauf, als das LCD einfach nichts anzeigen wollte. Da erwähnte ich, dass ich mit meinem Oscar die Schaltung grob untersucht hatte, z.B. auf ungute Schwingungen. Das brachte die KI auf die Idee, ein Testprogramm für den µC aufzulegen, in welchem die betroffenen Ports mit ihren Signalpegeln beobachtet werden sollten. Gute Idee, aber miserabel ausgeführt! Das vermeintliche Test-Prog generierte einen Impuls, der sich außergewöhnlich schlecht darstellen ließ und so interpretierte ich eine dieser O-Messungen derart, dass der Port A1 kein oder kein zuverlässiges Signal liefern würde. Also wurde die Funktion verlagert, aber ein Erfolg blieb weiter aus. Nach Feierabend an diesem Tag kam mir die Idee, ein eigenes Test-Prog zu erstellen. Das lieferte dann astabile Signale an allen Pins gleichzeitig, sodass eine Kontrolle schnell und einfach ablief. Bis dahin hatte ich befürchtet, den PIC beim Einlöten überhitzt zu haben. Aber nix: dem PIC gings gut und auch der A1-Pin war voll in Ordnung. Auch dieses SS ließ sich also lösen, aber kostete halt Zweifel und Zeit.

Weiteres SS: die KI konnte mit der ,,mittleren" Version des Assemblers nichts oder nur wenig anfangen und vor allem: sie vergaß seine Anwendung immer wieder. Trotz vieler Hinweise auf den ,,mpasmx" fiel die KI immer wieder in die Syntax des ,,MPASM" zurück. Voll der Hammer: sogar in der letzten, nun endlich funktionierenden Version 22 tauchten plötzlich völlig unnötig die Direktriven ,,banksel" auf!
Nächste SS: immer wieder aufs Neue stolperte die KI über die ,,configuration bits". Dass die mal ganz am Anfang der Zeilen standen und vom Debugger als Label angesehen wurden, war ja noch harmlos. Aber immer wieder aufs Neue verfiel die KI in die alte Assemblerversion und wies mal den Namen und mal den zugeordneten Werte in der Konfig Veraltetes zu, sodass das Debuggen nicht klappte. Auch das Übermitteln eines funktionierenden Konfig-Blocks half nur kurzfristig, weil die Ki zwei Versionen später das wieder vergessen hatte und die alten Konfig-Fehler wiederholte.

Und so weiter und .......Aber mit dem festen Willen, sich bis zum Endsieg durch zu ringen, konnte das Ziel erreicht werden. Ach ja, Ottmar......, wenn das alles keine Raketentechnik war, warum kam die KI nicht sofort auf das Endergebnis oder zumindest nach nur wenigen Irritationen? Mindestens seit den 1990-ziger Jahren waren PIC, seine Assembler-Programmierung und LCDs verbreitet und bestens dokumentiert. Man denke alleine an die fetten Bücher von Microchip mit ihren irre vielen und ausführlichen Muster-Progs! Aber lassen wie die Verwunderung mal so stehen! Nun isses vollbracht und das zählt.

Allerdings muss ich der KI auch Anerkennung und Lob zollen. Bei den meisten der Problem-Lösungs-Versuchen ging sie aus meiner Sicht sehr gut vor. Sie analysierte das jeweilige Prob, verhielt sich mit Entscheidungen logisch, begründete diese ausführlich und gut nach vollziehbar, und verhielt sich ausgesprochen kooperativ. Oder sollte man sagen: Gruppen-tauglich?! Vielfach hatte ich den Eindruck, als ob am anderen Ende der Leitung ein wirklich fähiges, fachlich-gebildetes, zielgerichtetes und – tusch – arbeitswilliges Wesen säße.

Bei der Gelegenheit: in der vorletzten ,,c't" berichtete ein Redakteur  von seinen Erfahrungen im Umgang mit der KI bei Programmier-Versuchen – das natürlich auf einem völlig anderen Level. Er sagte u.A., er hätte häufig das Gefühl, dass er nicht mit Computern reden würde, sondern dass er tatsächlich mit einer großen Fabrik verbunden wäre, in welcher Tausend oder gar mehrere Tausend fleißigster, fähigster und unterbezahltester menschlicher Mitarbeiter säßen. So ähnlich empfand ich das auch mehrfach. Aber (fast) egal.  Nebenbei gesagt: ich hatte mich bei allen Anfragen/Aufträgen stets so verhalten, als ob tatsächlich eine Verbindung zwischen Menschen bestünde. Zwar keine Anrede, kein Namen-Nennen, aber z.B. normal höfliche Umgangsformen. Das Wort ,,bitte" wurde beidseits fleißig gebraucht. Pausen wurden angekündigt, begründet und von der ,,Gegenseite" akzeptiert. So verabschiedete ich mich einmal mit der Bemerkung, ich müsse weg zum Mittagessen kochen. Die Retour-Kutsche: ,,Guten Appetit". Ist doch nett, sogar Humor ist drin.

Der Start war mehr als holprig. Aber er ist gelungen und wenn es klappt, die Erfahrungen mit zu nehmen, wird es in Zukunft ganz sicher besser werden. Selbst sehe ich es auch so, dass man ohne eigene Erfahrung und Kenntnisse keine wirkliche Chance hat. Wahrscheinlich ist es stattdessen so, dass eigene eingebrachte Fähigkeiten und Engagement in gleichem oder ähnlichen Maßstab zu ihrer Größe weiter helfen.
Dieser Start mach Hoffnung auf mehr. Meine Erwartung: leicht wird es nie werden und die notwendige Zeit muss sein. Aber letztlich kann mit der KI wohl ,ne Menge an Zeit eingespart werden. Vor allem aber wird es voraussichtlich dazu führen, dass bestimmte, bislang unvollendete Projekte entweder zu Ende geführt werden können oder aber überhaupt erst angepackt werden, weil sich Vertrauen in qualifizierte Hilfestellung bildet. Ach ja: die  jederzeit verfügbar ist.
Und auch das noch: die Zeiten, in denen Nerds wohlwollend ihre Grenze zum ,,einfachem Computer-Volk" pflegten und ihr ,,Insider"-Wissen nicht oder nur in Häppchen – garniert mit liebevoll-distanzierenden, teils abfälligen Kommentaren – öffentlich preisgaben, z.B. in Foren, ist Geschichte, denn........ die KI spricht Deutsch!
Grüße, picass




Ottmar

Ok picass,
manche Dinge richten sich eben nach dem Notwendigen oder speziellen Interessen. Kaum in ASM eingestiegen habe ich mich damals sogleich intensiv - Dank an sprut - mit LCDs, auch solche mit von HD44780 unterschiedlichen Prozessoren beschäftigt. Meine Intension ist Dir ja bekannt.

Zur KI: wie in meinem letzten Beitrag dargestellt, ist es sinnvoll sich von der KI beraten zu lassen und sich mit diesen dann aufgezeigten Möglichkeiten selbst genauer zu befassen.
Was ich NICHT tun würde: "Hallo KI stelle mir doch ein Programm zum Laden von LiIon zusammen."

Wie es dabei mit konkreten Teillösungen aussieht, z.B. beim LCD: Bitausgabe eines kompletten Registers, BCD-Ausgabe usw. nehme ich auch mal in Angriff.

Grüße Ottmar

picass

Nur wenige Worte, die aber zur Reflexion geeignet:

Vor etlichen Tagen hatte ich ein Testboard mit Pic18F14K22 neu bestückt und eine einzeilige LCD-Anzeige angeschlossen. Dann Erst-Kontakt zur KI. Dauer bis zum Erfolg: 3 Tage und 22 Projekte - Zwischenschritte nicht mitgerechnet.

Gestern erneut ein Testboard mit PIC bestückt und eine neue, mir gänzlich unbekannte 4-zeilige LCD-Anzeige angeschlossen. Dann wieder KI. Dauer bis zum Erfolg: ca. 2 Stunden und 3 Projekte.

Mein Kommentar vorab: man könnte - wenn man denn wollte - das als steile Lernkurve betrachten.
Grüße, picass

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