Empfehlenswerte Bauteile

Begonnen von picass, 26.02.2023, 12:38:23 CET

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picass

Mal ,ne kleine Bauteile-Betrachtung:
,,Kleine" LEDs, was dann in der Regel SMD's wären, für reine Anzeige-Zwecke, also nur, um die beiden logischen Level an einem PIC-Port zu demonstrieren, die auch wenig Energie benötigen, wären als Beispiel die just eben von mir verwendenten Typen:
EVL 11-21SYGC/S2 grün 39 mcd
EVL 11-21SRUC/S2  rpt 180 mcd

Die kryptische Bezeichung ist die Bestell-Nummer bei Reichelt, wo beide Typen für je weniger als 10 Cent zu kaufen sind. Die sehr unterschiedliche MCD-Zahl lässt auf sehr unterschiedliches Leuchtverhalten schließen. Klar ist die Rote etwas heller, aber die Grüne ganz sicher genau so gut zu erkennen. Beide kann man bei 5 Volt mit je einem 2,7 kO R betreiben, was dann 1,1 mA Strom bringt. Direkt am PIC-Port werden das dann 1 mA oder knapp drunter sein. Das stellt für einen PIC-Port auch dann kein kein Prob dar, wenn die als Hauptlast z.B. einen Kleinsignal-Transistor zum Schalten eines Relais treiben sollen. Ports schaffen in der Regel 20 mA, je nach Typ auch 25 mA.

Wahrscheinlich wäre für reine Level-Anzeige bei nicht gerade gleißendem Umgebungslicht auch 500 µA genug. Jedenfalls sind diese LEDs im 1206-Gewand und von der Gestaltung der Gehäuseform, genauer gesagt: von der Lage der Anschlüsse, die es sowohl auf der Unterseite, aber auch an den Seitenfronten gibt, prima zu verlöten. Für meine Augen benötige ich aber doch schon eine Lupe, um die grünen Punkte an der Kathodenseite eindeutig erkennen zu können.
Grüße, picass


picass

#1
Erst mal eine Korrektur: oben ist mir ein "Dreher" gelungen. Für die rote LED muss die Bestell-Nr. richtig heißen:
EVL 11-21SURC/S2

Nachricht an dem Moderator: Heute Mittag klemmte die Forensoftware. Beim Hochladen des Bildes - s.o. - gab es weder die übliche Erfolgsmeldung, noch war es anschließend möglich, irgendwas hier zu unternehmen: der "Aktivitäts-Kreis" drehte sich unendlich im Kreise. An meinem Compi lags nicht, der Taskmanager wies nach, dass sich die CPU langweilte und andere Websides waren sofort nutzbar. Dass das obige Bild tatsächlich hoch geladen war, konnte ich erst beim hiesigen Besuch feststellen.

@all : Ein weiteres Bild noch als Beifang: Die beiden genannten LEDs in Serie mit 490 µA betrieben!
Grüße, picass

Peter

Hallo
Ja habe ich auch gemerkt das das Forum seit Freitag schwer zu erreichen war.
Vielleicht wurde am Server gearbeitet und neue updates aufgespielt.
Jetzt scheint es ja wieder zu laufen und alles wurde von dir hochgeladen.
Warum so stromsparend die LEDs auslegen ? Kannst sie ja abschaltbar machen.
Brauchst dafür nur einen Schalter. Die Leds haben doch alle gemeinsam Masse.
Einfach die abschaltbar machen so als Vorschlag.

Peter

@picass 
Die Lötstellen sehen ja nicht besonders gut aus.
Versuch mal mit Flussmittel zu arbeiten. Das funktioniert
sehr gut und ist sehr einfach.
Habe hier mal ein Video dazu gemacht.

SMD Löten

picass

#4
Hole mal hoch, um ein für mich neues Bauteil vorzustellen: einen LDO-Spannungsregler.
In meinen kleineren Versionen von PIC-Schaltungen - z.B. für einfache Steuerzwecke - hatte ich bislang gerne so'n niedliches SMD-Bautiel namens TLV960 von Texas Instuments verwendet. Das hat 3 Pinne, es gibt das als 3,3 oder 5 V-Festspannungs-Regler und es schafft dann 100 mA max. Von TI gibt es nun eine Art Nachfolger, das TLV709 und das hat es in sich.

Während sein Vorgänger noch zwischen 2 und 10 mA für den Eigenbedarf weg soff, begnügt sich dieser neue LDO-Regler in Ruhe mit 3,5 µA. Ne, nix Verschreiber, das steht so im Datenblatt. Im Betrieb kann das dann "ansteigen" auf 10 µA, aber dabei bleibt es dann. Das ist auf Deutsch quasi "nix". Das IC kann bis 150 mA am Ausgang liefern. Es gibt das Ding in 4 verschiedenen Bauformen und mit unterschiedlicher Pin-Zahl. Die Festregler haben 3 oder 4 Pinne und dann gibt es noch eine 5-PIn Version (1 Pin n.c.) so wie die alten LM317 : mit 2 Widerständen kann der Ausgang variabel eingestellt werden.

Flott ist auch, dass sowohl an der Eingangs- wie auch Ausgangsseite Kondensatoren mit weniger als 1 µF ausreichen, um Schwingneigungen zu unterdrücken. Das Teil ist noch zu neu und deshalb z.B. bei Reichelt noch nicht angekommen. Bei den großen Versendern gibt es das aber und bei z.B. RS-Online auch zu bezahlbaren Preisen, wenn auch im Zehnerpack. Der Preis ist aber dennoch sehr günstig und die Onliner nehmen auch nur 8,90 für Verpackung und Versand. Hat jemand Interesse? Ich würde da gerne bestellen, um diesen Regler zukünftig in meinen kleinen Steuerschaltungen einzusetzen.
Grüße, picass

picass

#5
Ihr kennt alle das L298 , also dasjenige IC, in welchem zwei gleichartige H-Brücken jeweils einen DC-Motor antreiben können oder aber einen Stepper-Motor. Beim Experimentieren in einem Projekt, dass in wenigen Tagen hier im Forum auftauchen wird, bin ich auf so was wie ein Deriwad gestoßen. Das ist quasi Dasselbe, aber nur fast, denn das IC sitzt in einem niedlichen SO-Gehäuse. Es hat aber dieselben Funktionen und auch dieselbe Pin-Belegung. Anders ist hingegen, dass die H-Brücke selbst nicht die üblichen "normalen" Transistoren enthält, sondern aus gegenpoligen (N/P) Power-MosFETs besteht. Dieses IC trägt die Bezeichnung "MX1616H".
Gekauft hatte ich das auf einer Winzig-Platine, auf welcher die beiden Versorgungsspannungen - beim L298 sind die Versorgung für das interne IC und diejenige für die H-Bridge getrennt ausgeführt - zusammen gelegt sind und auch die wohl vorhandenen beiden Inhibit-Eingänge nicht nach draußen geführt, sondern schon intern auf Betrieb verdrahtet sind. Diese Vorab-Belegungen bedeuten einerseits, dass man nicht wirklich eine Bedienungsanleitung braucht, um das in Betrieb zu nehmen, dass man andererseits aber nicht über 5 Volt hinausgehen sollte, weil das interne IC wie unsere PICs da seinen Grenzwert hat. Diese Begrenzung liegt aber nur an der Verdrahtung dieser Platine. Dröselt man  die beiden Anschlüsse für IC und H-Bridge wieder auseinander, kann man die H-Bridge und damit den Motor wie üblich mit höheren Spannungen betreiben.

Mit im heute eingeflogenen Micro-Paket war ein 12-Volt-Getriebmotor. Der wurde dann auch gleich für erste Tests angelötet und das alles brachte Erstaunliches: in der Bewerbung hieß es, dass bereits ab 2 Volt ein Betrieb möglich wäre und genau das war der Haupttreiber für meine Bestellung. Und tatsächlich läuft das Ganze - also sowohl das H-Brücken-Teil als auch der 12-V-Motor schon mit der Mindestspannung eines LM317, also bei 1,25 Volt. Voll putzig: der Motor läuft ohne jedwedes Prob an und lässt sich auch nicht mit kraftvollem Zudrücken mit Fingern an seiner Drehachse aufhalten. Das IC selbst funktioniert auch prächtig. Natürlich sollte man dem Ding nicht das Gleiche an Verlustleistung zumuten wie dem riesigen Orig mit seiner riesigen Kühlfläche. Aber die MosFETs ermöglichen da so Einiges und für so'nen Anwendungsfall wie Mot mit nur 2 Volt zwecks Langsamst-Lauf und dabei nur irgendwas unterhalb von 100 mA verputzen, ist das 'ne feine Sache.
Ach ja: gekauft bei "roboter-bausatz" und dort für 1,49 €.........., Bruttopreis!
Grüße, picass
lm298mini1.jpg
lm298mini1.jpg
lm298mini2.jpg
lm298mini2.jpg

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