EMV Problem: Stör-Impulse wecken PIC auf

Begonnen von picass, 12.02.2026, 13:14:49 CET

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picass

Eine PIC-Steuerschaltung wird (zu) häufig durch Störimpulse auf dem 230-V-Haushalts-Stromnetz aus dem Schlummer gerissen. Die Schaltung soll einen Lüfter für wenige Minuten einschalten, aber nur dann, wenn ein Taster gedrückt wird. Der PIC ist mein ,,Üblicher", ein PIC18F14K22. Er sitzt in einem kleinen, eigenen Kunststoffgehäuse und das liegt gut 10 cm neben einem zweiten Kunststoffgehäuse, welches das Netzteil mit Flachtrafo beherbergt. Der PIC hat nur einen einzigen Eingang an Pa2. Daran hängt eine Doppellitze, welche auf ein ca. 70 cm langes Leitungspaar aus Fädeldraht (FD) übergeht, an dessen Ende halt der Schalter sitzt.  Der FD war nötig, weil...... es sollte überhaupt nix zu sehen sein, ganz sicher nicht ein stabiles Kabel. Deshalb also der FD......, das war die Vorgabe, weil es optisch am wenigsten aufträgt.

Der PIC schlummert nahezu immer vor sich hin und wird durch einen Port-Change an Pa2 geweckt. Was übrigens ohne IRQ ausgeführt ist, wichtig noch, dass die Flanke des Wechsels im Gegensatz zu manch anderen PICs hier beim Port-Change nicht zu beeinflussen ist. Egal, welcher Change, es wird immer geweckt. Beim Lichteinschalten im Raum, in dem die Installation besteht, wird immer geweckt, häufig reicht auch ein Licht-Ein-oder Ausschalten in Nachbarräumen.

Mist, flixter. Eine Liste mit Maßnahmen zur Erreichung höchstmöglicher Störfestigheit ließe sich leicht erstellen, alleine, es gibt auch noch so was wie die hatte Praxis. Da führt z.B. an dem langen Fädeldraht (noch) kein Weg dran vorbei. Und so fette Drosselspulen brauchen viel Platz auf der Platine und eine wirksame Beschaltung z.B. auch mit Kondensatoren ist kein Selbstläufer. Zudem ist die Schaltung in einem sehr engen, kleinen Schacht verbaut und dort verklebt. Will sagen: für diese Anlage kommen Hardware-Änderungen nicht oder kaum mehr in Frage. Aber was könnte bei einer Wiederholung ähnlicher Art anders, rsp. besser gemacht werden? Bei dieser Anlage versuche ich gerade, über die Software ein Austricksen des EMV-Impulses zu erreichen. Aber die ggf. zukünftigen Hardware-Abhärtungs-Maßnahmen würden mich schon interessieren.
Grüße, picass

^Cobra

Fragst du den Eingang auf 0 oder 1 ab? 
Ich würde pull ups aktivieren (oder verdrehten wenn's keine internen gibt)

Somit können positive Impulse schonmal nichts mehr machen. Ist selten das es Impulse gibt die auf ground gehen ;).

Ansonsten würde ich nach dem aufwecken schauen ob der Eingang nach z.b. 100ms immernoch positiv ist, wenn nicht wieder schlafen, wenn doch das tun was er tun soll

Gruß 
Cobra

picass

#2
Den Port A habe ich zunächst komplett auf Eingang und alle Pinne auf digital gestellt. Dem Pin A2 habe ich dann die notwendige Freigabe für IRQ gegeben und vor dem Schlummern via INTCON den Port-Change gesetzt. Nach dem Aufwecken wird INTCON gecleart, also das Flag auch zurück gesetzt. Die internen Pull-Ups habe ich nicht genutzt, aber stattdessen den Pin A2 gefechtsmäßig - wie ich glaubte - nach allen Seiten fest gezurrt. Will sagen: ein Widerstand von 1,8 kO hält den Pin im Ruhezustand dicht an 5 Volt und ein 91 kO R sichert nach unten, was zu einer Ruhespannung von 4,6 Volt führt: für den Schmitt-Trigger-Eingang also ein eindeutiger "1"-Pegel. Der Tastendruck legt dann direttissima auf GND.

Vor dem Einschieben in den Schacht und dem ersten Verkleben des PIC-Gehäuses hatte ich mit meinem Oscar mal geäugelt, was so am Schalter, welcher ja am langen Fädeldraht hängt, so los ist. Da ist recht wenig los: ein Grundrauschen mit ca. 30 mV. Das Beobachten eventueller Spikes beim Betätigen der Lichtschalter ringsum klappte nicht, weil meine Arme nicht lang genug waren. Nach diesem Messen hatte ich noch parallel zu den beiden Taster-Kontakt-Anschlüssen eine Tantal-Elko mit 10 µF und ein "Entprell"-C mit 0,1 µF angeschlossen, was das Gewimmel auf der Leitung nochmal beruhigte.

Es gibt inzwischen ein weiteres Prob bei meinem Versuch, per Software den PIC am ungewollten Aufwachen zu hindern. Klappt nur leider nicht. Den passenden Programm-Ausschnitt stelle ich morgen ein, gettz wartet meine Frau mit dem unverzichtbaren Abend-Programm auf mich.
Grüße, picass



vloki

Zitat von: picass in 12.02.2026, 19:07:27 CETDen Port A habe ich zunächst komplett auf Eingang und alle Pinne auf digital gestellt.

Sicher, dass das Aufwecken vom Pin mit dem Schalter kommt?
(die unbenutzten Pins solltest du evtl. mal auf Ausgang stellen,
dann kann von daher nichts mehr kommen)
MPLABX  XC8  KiCad FreeCAD Qt

picass

#4
Vom Port A werden A0 und A1 als Input für die beiden Endlagen-Schalter genutzt und halt A2 für die "Entschlummer"-Taste. A3 ist disabled, A4 u. A5 waren bislang auch Eingänge, die habe ich nun vorerst -(weil ich an den PIC noch nicht rankomme)- nur im parallelen Test-Prog auf Ausgang gestellt.

Nein, sicher bin ich mir keineswegs und heute habe ich endgültig bemerkt, dass die ganze Anlage empfindlich ist. So ist im engen Schacht eine Mini-PLatine mit 3 Blink-LEDs untergebracht, welche diverse Status-Meldungen repräsentieren. Es klappt immer, also eher als Ausnahme, aber immerhinque reichte mal eine Berührung eines LED-Pinnes, und der PIC räkelte sich aus dem Schlummer hoch und nahm - widerwillig, aber doch zuverlässig - seine Arbeit auf.

Heuer habe ich den Störimpuls durch Betätigen der Lichtschalter dingfest gemacht, weil meine Arme über Nacht wohl länger geworden sind. Also ich am Lichtschalter an- u. ausknipsen und mit der automatischen Aufzeichnungsfunktion des Oscars zeigten sich wunderbare Schwinger! Voreingestellt war die Messung eines AC-Signales und so konnte das Signal in voller Pracht und Länge bewundert werden: 40 µS (ja, MicroS) lang, und 0,4 Volt "nach oben" und 0,6 Volt "nach unten". Was bedeuten würden, dass von 4,6 Volt normaler Tasten-Pegel minus 0,6 Volt am A2-Pin dann mal 4 Volt angelegen haben müssten. Oben hatte ich mal was Falsches geschrieben. Im normalen digitalen Input-Betrieb sind die Eingangsbeschaltungen des Ports A keine Schmitt-Trigger, sondern haben normalen TTL-Pegel. Was aber immer noch reichen sollte, um eben gerade nicht zu wecken.

Das verwendete Assembler-Prog ist ein eher kurzes. Daraus habe ich einen Auszug gezogen. Das A-Schnipsel beginnt unmittelbar hinter der Schlummer-Routine, soll dann die Tasten-Abfragen ausführen, und der Schnipsel endet dort, wo die sonstige Arbeitsroutine fortfahren würde. Der Taster wird - wie erwähnt - per R auf "1" gehalten und bei Tastendruck auf "0" gezogen. In der Schnipsel-Routine soll mehrfach der Schalter abgefragt werden. Wird ein "0"-Pegel - also ein TA-Druck - ermittelt, wird weiter im Programm gesprungen. Wird ein "1"-Pegel-ist also keine Taste gedrückt - detektiert, dann erfolgt ein Rücksprung in die Schlummer-Routine.

So soll der Störimpuls ausgebremst werden. Ist - wie dargestellt - noch nicht überprüft, weil......, weil das schon auf der simultanen Testanlage nicht funktioniert. Denn egal, wie kurz oder lang der Ta-Druck ausgeführt ist, der PIC wacht immer auf und schiebt die Lüftungsklappe hin-u. her. Das macht mich völlig wuschig......, obwohl, stimmt nicht, wahrscheinlich war ich das schon vorher. Jedenfalls sehe ich im Moment den Wald vor Bäumen nicht und kann nicht erkennen, warum der Rücksprung in die Schlummer-Routine nicht erfolgt. Die Tastenabfrage bewirkt im Moment nur die vierfach Verzögerung der "fünftel"-Routine, aber nix Rücksprung, obwohl der Schalter schon längst wieder "1"-Pegel hat. Bin betrübt.... Nix Schecker !
Grüße, picass
luefter09ex.pdf

picass

Habe nun - ach - den Wald doch noch gefunden. Bei all den vielen Test's z.T. mit Teilen des Programms und der so beliebten Übernahme von einzelnen Routinen aus anderen Programmen ist mir 'ne falsche Bezeichnung für den Tasten-Port "gelungen". Nicht A0, sondern A2 muss es ja heißen. Au man, da steht man sich selbst auf dem Fuß, beschwert sich darüber......Nu' nix Floppen,sondern Fluppen. Diese Routine werde ich nun einbauen und damit müsste der Störimpuls vom Lichtschalter ausgebremst sein.
Danke für Hilfsangebote.
Grüße, picass

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