Probleme beim Löten

Begonnen von picass, 06.08.2022, 12:17:56 CEST

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picass

#15
Danke, Peter, für den Link. Habe dort mal gestöbert und das hier gefunden:
Diese Pinzette hat zwar eine gerundete Öffnung/Halterung an der Spitze, speziell für MiniMelf-Dioden, aber Widerstände sind zumindest mit aufgeführt. In hatten Fällen würde ich versuchen, die Rundung zum Teil gerade zu biegen. Auch ist die Backenbreite so gering - nur 1,5 mm - , dass von einem 1206-Widerstand noch genug zu sehen sein würde. Bei meiner nächsten Reichelt-Bestellung ist diese Pinzette mit dabei.
Wie war das noch? Es geht nichts über gutes Handwerkszeug!
Grüße, picass

Peter

Ja gibt da verschiedene Bauformen von Pinzetten.
Sowas findest du auch auf einen Trödelmarkt. Bei einem Stand
der medizinisches Besteck hat. Sind billiger und man kann mal
verschiedene Bauformen mit nehmen und ausprobieren.

vloki

MPLABX  XC8  KiCAD

picass

Trödelmarkt...? Bin ich zuletzt vor vielleicht 20 Jahren gewesen und das auch nur per Zufall. Bevor ich jetzt einen ganzen Vormittag investiere, um 20 km zu fahren, einen Parkplatz zu suchen und dann mit ungewissem Ausgang durch eine solche "Verkaufsplattform" zu hasten, bleibe ich ehrlich lieber in meiner Kellerwerkstatt, stelle eine Liste der noch benötigten sonstigen Bauteile zusammen und wickle das über den PC ab.

V Die Preise für manche Pinzetten sind schon echt abgefahren und nicht mal erklärbar, wenn der Name "Bernstein" fällt. Insofern sind die von dir Verlinkten quasi umsonst. Nutzt mir in diesem speziellen Fall nur nichts, ich suche keine ESD-Pinzette, auch nicht irgendwas irgendwie Spitziges, sondern einen Greifer, Halter und vor allem: Nieder-Drücker und das Ding muss vorne auch abgewinkelt sein, mindestens 35°, besser 45°. Der Effekt, den ich erwarte/erhoffe ist derjenige, einen 1206-R nicht nur positionieren, sondern mit einer gewissen Kraft auch nieder drücken zu können. Aus schmalen, gerade Spitzen flutschen die Viecher zu schnell raus, sind dann manchmal in irgendeiner Umlaufbahn, das Suchen kostet Zeit und der schon wieder neue Anlauf zum Positionieren nervt nur noch. Der Floh soll regelrecht eingeklemmt werden, sowohl von der Seite als auch von oben.
So sähe aus meiner Sicht das ideale Positinierungswerkzeug aus.
Grüße, picass

picass

#19
Die "Neue" ist da. Hat diese Neue einen 1206-er im Würgegriff, sitzt er sehr sicher, allerdings zum Einlöten so unbrauchbar, weil er viel zu weit über der Lötfläche schwebt. Mal sehen, evtl. biege ich an den Spitzen rum.....
Allerdings könnte der vorgesehene Zweck, den Floh runter drücken zu können, z.B. auf ein schon vorverzinntes Pad, auch so erreicht werden, denn die Beißerchen üben schon einen ordentlichen seitlichen Druck aus... könnte reichen. Da diesmal wegen schlechter Erfahrung mit Kunststoffspitzen bewusst eine Ausführung in Stahl gewählt wurde, wird auch eher der Floh erdrückt, als dass es wieder eine der beiden Spitzen weg haut.
Grüße, picass

Peter

Hallo
Habe dir mal ein Video eingestellt wie man SMD 1206
löten kann. Löten SMD

picass

Danke, Peter, du gibts dir da echt viel Mühe! Das Video geht bestens als Lehr-Video durch, sehr anschaulich für erste Herangehensweise. Es zeigt auch deutlich die klassische Art: wenn möglich erst den Gegenstand erhitzen - hier ein Pad - und dann erst mit dem Lötzin ran.
Selbst bevorzuge ich eine andere Art: wenn möglich die Bauteile aneinander fixieren - hier den R z.B. mit einer Klemm-Pinzette in Position bringen - und dann das Lötzinn auf die Lötstelle halten, danach erst mit der Lötspitze ran. Dann allerdings die LS solange dort halten, bis das Lötzinn gut verlaufen ist. Dafür reichen aber 2 Sekunden, selten auch mal 3 und die Lötstellen sehen nicht nur gut aus, die leiten auch gut. Nur stellt sich natürlich das Prob, den Winzling sicher zu positionieren. Ist immer wieder ein rechtes Gefummel.
Grüße, picass

picass

Zitat von: picass am 25.08.2022, 17:23:25 CESTDie "Neue" ist da.
Mal sehen, evtl. biege ich an den Spitzen rum.....
Muss mich mal selbst zitieren, damit der Zusammenhang gleich ersichtlich ist.
Habe nicht nur gebogen, sondern die gute Bernstein-Pinzette auch an einen der beiden Doppel-Schleifsteine der entsprechenden Maschine gehalten. Mit umwerfendem Erfolg: die langem Greifer'chen sind zu kurzen Stummeln mutiert. :-\  Nachdem der erste Schreck verflogen war, ergab der Praxistest aber, dass es haargenau passte. Schluck, war ein klein wenig zufällig passend, so'n Schleifstein schafft echt was weg, aber lass 'ma.

Dazu hätte auch ein Billig-Pinzette gereicht, na, man macht so seine Erfahrungen. :'( Aber unterm Strich habe ich exakt das, was mir vorschwebte: eine P. zum Positionieren von Bauteilen im SMD 1206-Gehäuse, vorwiegend natürlich von R's. Die Pinzette sollte so'n Teil runter auf die Platine, auf die Lötpads halt drücken, also ganz runter, ohne einen auch nur winzigen Luftspalt und in dieser Position sehr fest halten können. Vor allem auch bei Vorverzinnung eines Pads sollte das sichere Runterdrücken ohne jedwede seitliche oder andere Bewegung als nur nach unten möglich sein. Das klappt perfekt. Mag auch anders gehen, aber so ist es gut. O:-)
Grüße, picass

picass

Die neue Positionier-Pinzette hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Habe bei der Gelegenheit meine Bestückungstechnik zumindest bei Bauteilen im SMD-1206-Format umgestellt und nutze nun auch das vorige Verzinnen eines der beiden Lötpads. Was mit einer einfachen Pinzette häufig nicht klappte, das funktioniert nun recht gut, nämlich das Niederdrücken und auch noch leichtes Korrigieren der Lage. Vorher sprang zu oft so'n Winzling weg, nun nicht mehr. Das beschleunigt jetzt diese Einlötvorgänge erkennbar, und vor allem wird das ewige Wegspritzen und/oder dauernde Verrutschen verhindert, welches vorher mit der Klemmpinzette die Regel war. Bei anderen Bauteilen mit mehr als zwei Anschlüssen, vor allem bei ICs ist aber nach wie vor diejenige mit der Klemmpinzette für mich die beste Lösung.
Grüße, picass

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