Zeitgeber für Stunden und Minuten

Begonnen von picass, 01.09.2021, 10:42:00 CEST

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picass

Um eine Betriebsstundenanzeige für mein Keller-Lüftungs-Projekt demnächst nachrüsten zu können, wurde ein Zeitangabe-System gesucht. Gefunden hatte ich tief in meinen Grabbelkisten alter Elektronik eine etwas lädierte Platine aus irgend'ner Uhr, bestückt u.a. mit Quarz, Uhrenschaltkreis, Spule für mechanischen Antrieb und einiger Reste von ebend diesem. Daran hängt eine selbst erstellte Auswerteschaltung, die überschlägig gut 40 Jahre auf dem Buckel haben könnte. Man beachte die kunstvollen Verlötungen im 3-D-Raum und auch die Bauteilewahl bei den Widerständen! Kurz lachen, aber bitte: das alles funktioniert einwandfrei!

Das Uhren-IC ist ein ,,1421A", wobei ein vorgestelltes ,,E" wohl auf die nicht mehr existierende schweizer Firma ,,Eurosil" hinweist. Dieses IC teilt die Quarz-Frequenz von 4.194.304 Herz dergestalt runter, dass an zwei Ausgängen gegenpolige Schwingungen im 0,5 Sekunden-Rhytmus ausgegeben werden. Die Wahnsinns-Auswerteschaltung pappt die beiden Schwingungen zusammen, sodass letztendlich der gewünschte Sekunden-Rhytmus entsteht. Nun ist noch ein Teiler 1: 3.600 nötig, der wird nach Planung passend zum ehrwürdigen Alter mit vier Stück CD4017-Teilern aufgebaut auf einer noch zu erstellenden Platine, die 4017-ner dann aber wohl im zeitgeist-gerechten TSSOP-Gehäuse. Natürlich soll auch das Uhren-IC samt Schwingkreis mit umziehen.
Warum diese an alte TTL-Gräber erinnernde Lösung? Heutige Uhrenbausteine geben ihr Signal üblicherweise z.B. über I²C aus. Kann ich nicht, noch nicht eingearbeitet. Deswegen geht es für mich schneller und einfacher quasi ,,in Diskretion". Auch würde das Horten alter Elektronik dann doch noch mal wieder einen Sinn ergeben und nicht als Messi-Wahn abgeschrieben werden müssen. Und auch dies noch: das alt-ehrwürdige Uhren-IC wird bei Ebay zu Preisen zwischen 10 und 15 Euro angeboten, ,,gebraucht" natürlich.
Spaß beim Betrachten der Bilder alter Elektroniken und Grüße, Bernd

Peter

Interressant finde ich das ein fliegender Aufbau, funktioniert.
Heute schaut man drauf wo man ein Bauteil auf der Platine
plaziert damit die Schaltung funktioniert. Das Beispiel zeigt doch das
man eigentlich heute viel zuviel Aufmerksammkeit auf den Aufbau macht,
was wahrscheinlich gar nicht nötig ist. Zumindest im Hobbybereich gilt eigentlich,
hauptsache es funktioniert.  ;D  ;D

picass

14.09.2021, 13:06:43 CEST #2 Letzte Bearbeitung: 14.09.2021, 13:09:24 CEST von picass
Habe dieses Teilprojekt anders, als beabsichtigt, abgeschlossen: der Zähler/Anzeiger für Stunden-Intervalle ist nun doch eine Replik an ehrwürdige Elektronik geworden, sprich: es wurden für die CD4017-ziger doch die ,,großen" DIL-Gehäuse auf der Platine verwendet. Das lag schlicht daran, dass beim Rum-Grabbeln in den Beständen ein ganzer Beutel  mit diesen Bausteinen ans Licht befördert wurde. Wegwerfen, weil alt? Und worauf noch warten? Also die jetzt.
Wer nicht Rücksicht auf solch ein Beutel'chen nehmen muss/möchte, verwendet anstelle der 4 Zehn-Zähler einen kleinen PIC, z.B. den PIC16F18313. Den gibts in niedlichem 8pin SOIC-Gehäuse, und dann würde diese hier demonstrierte Platine glatt fast um die Hälfte kleiner. Aber egal, mir gefällt der Stundenzähler auch so.
Falls jemand Interesse an den orig Schaltungs- u. Layout-Dateien hat, bitte melden, dann stelle ich die natürlich hier ein. Zur reinen Info reichen aber sicher erst mal Bild-Dateien. Die Platinen sind gerade erst frisch bestellt......
Grüße, picass

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